A variation of the Hermès scarf `Balade en Berline` first edited in 2016 by `Wlodek Kaminski`
Bildquelle: archive.org

Balade en Berline

Shawls and Scarves 140 / classic

Variations(4)

Entworfen von Wlodek Kaminski

Erstausgabe 2016

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Hermes cashmere and silk shawl, hand-rolled, 55" x 55" (70% cashmere, 30% silk) Color : green/blue/gray


Hermès pflegt seit Langem eine besondere Beziehung zum französischen Musée National de la Voiture et du Tourisme in Compiègne. Die hier dargestellte Berlin-Kutsche stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert und gehört zu den großen Meisterwerken des Museums; sie inspirierte Wlodek Kaminski zur Gestaltung eines Carrés, das in diesem auf magische Weise beschnittenen Design neu interpretiert wurde. Als der spanische König Ferdinand VII. und sein Gefolge 1808 zu einer überstürzten Flucht aus Madrid gezwungen waren, wählten sie dieses solide gebaute Fahrzeug statt einer leichten, zeremoniellen Kutsche. Überrascht von seiner „gänzlich gotischen“ Erscheinung, schrieb der Prince de Talleyrand (Gastgeber des exilierten Königs im Château de Valançay): „Diese veraltete Form hatte etwas von der Veraltetheit der Monarchie selbst.“ Doch die epische Reise der Kutsche endete nicht dort. Nach Ferdinands Abreise aufgegeben, blieb sie bis ins frühe 20. Jahrhundert in Valançay, als sie die Aufmerksamkeit eines Antiquitätenhändlers und schließlich eines Garagenbesitzers auf sich zog. 1936 wurde sie vom Freundeskreis des Musée de la Voiture (einschließlich Monsieur Hermès selbst) begutachtet, jedoch als zu teuer beurteilt und schließlich 1951 für die französischen Nationalsammlungen erworben.


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