A variation of the Hermès scarf `Balade en berline` first edited in 2015 by `Wlodek Kaminski`
Bildquelle: Asta

Balade en berline

Scarves 90 / classic

Variations(8)

Entworfen von Wlodek Kaminski

Erstausgabe 2015

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Hermès pflegt seit Langem eine besondere Beziehung zum französischen Musée National de la Voiture et du Tourisme in Compiègne. Die hier dargestellte Berlin-Kutsche aus dem frühen 18. Jahrhundert zählt zu den großen Meisterwerken des Museums und inspirierte Wlodek Kaminski zur Gestaltung eines Carrés, das in diesem magisch beschnittenen Design neu interpretiert wurde. Als der spanische König Ferdinand VII. und sein Gefolge 1808 zu einer überstürzten Flucht aus Madrid gezwungen waren, wählten sie dieses solide gebaute Fahrzeug statt einer leichten, zeremoniellen Kutsche. Überrascht von seiner »durch und durch gotischen« Erscheinung, schrieb der Prince de Talleyrand – Gastgeber des exilierten Königs im Château de Valançay –: »Diese veraltete Form hatte etwas von der Veraltetheit der Monarchie selbst an sich.« Doch die abenteuerliche Reise der Kutsche endete dort nicht. Nach Ferdinands Abreise zurückgelassen, stand sie bis ins frühe 20. Jahrhundert in Valançay, als sie die Aufmerksamkeit eines Antiquitätenhändlers und schließlich eines Garagenbesitzers auf sich zog. 1936 wurde sie vom Freundeskreis des Musée de la Voiture untersucht, zu dem auch Monsieur Hermès selbst gehörte, doch man befand sie als zu teuer; schließlich wurde sie 1951 für die französischen Nationalsammlungen erworben.


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