A variation of the Hermès scarf `Fantaisies indiennes ` first edited in 1985 by `Loïc Dubigeon`
Bildquelle: Le Brech & Associés

Fantaisies indiennes

Scarves 90 / classic

Variations(5)

Entworfen von Loïc Dubigeon

Erstausgabe 1985

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Hermes fringed cashmere and silk scarf, 36" x 36"


Die Bordüre des Carré “Fantaisies Indiennes” ist mit Figuren und Tieren aus den Fresken und Wandmalereien der Region Shekhawati im nördlichen Rajasthan geschmückt. Diese Malereien schmückten die befestigten Wohnhäuser (Havelis) wohlhabender Marwari-Händler, die im 19. Jahrhundert sehr erfolgreich waren.
Ein britischer Einfluss zeigt sich auch in der Darstellung von Automobilen, Zügen und Fahrrädern … Sie zeigen zudem mythologische Szenen, darunter die Rajputenlegende von Dhola Maru (indischer Romeo und Julia), die unten links auf dem Carré auf einem Kamel fliehend zu sehen sind. Die Mitte des Carré zeigt einen majestätischen Baum des Lebens, dessen Äste rankenartiges Laub mit üppigen Blüten und überschwänglichen, fantasievollen Blättern bilden. Der Baum des Lebens symbolisiert den Schöpfungsprozess, die sich erneuernde Lebenskraft, die ewige Wiedergeburt von Wesen und Dingen. Er steht auch für die kosmische Achse, die durch ihre Wurzeln die unterirdische Welt mit dem Himmel und den Sphären durch ihre Äste verbindet und um die herum das Universum geordnet ist. Der Baum hat im Buddhismus große Bedeutung: Unter dem Bodhi-Baum in Nordindien meditierte Buddha und erlangte Erleuchtung oder Nirwana. Für Hindus stehen die Wurzeln des Baumes für Brahma, den Gott der Schöpfung, der Stamm für Shiva, den Zerstörer und Verwandler, und die Äste für Vishnu, den Bewahrer und Beschützer des Universums.


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