Das Hermès-Tuch Étriers, 1964 von Françoise de La Perrière geschaffen, zeigt einen eindrucksvollen Entwurf nach der umfangreichen Steigbügelsammlung von Émile Hermès. Sechzehn verschiedene Typen sind darauf versammelt, aus so unterschiedlichen Regionen wie Frankreich, dem Nahen Osten und Südamerika, entstanden im 18. und 19. Jahrhundert. Diese reiche Geschichte spiegelt sich in den fein gearbeiteten Details des Tuchs.
In der Mitte des Tuchs zieht ein mächtiger peruanischer Steigbügel in Pyramidenform die Blicke auf sich und beherrscht die Komposition durch seine Wucht. Dieses Herzstück zeugt von der kunstvollen Verarbeitung und der kulturellen Bedeutung der von Émile Hermès gesammelten Steigbügel.
Um dieses zentrale Stück gruppieren sich weitere Steigbügel, jeder mit seiner eigenen Geschichte und seinen gestalterischen Eigenheiten, was das Auge reich beschäftigt.
Besonders bemerkenswert ist der Damensattel-Steigbügel unterhalb des mittleren Bügels. Dieser Typ wurde traditionell von Frauen im Damensitz verwendet und trägt in seiner Mitte das Copyright-Zeichen „c”, was seine Echtheit und seinen historischen Wert unterstreicht. Er verkörpert die Eleganz und Zweckmäßigkeit historischer Reitausrüstung, in der sich Praxis und gestalterischer Anspruch verbinden.
Das Tuch zeigt darüber hinaus eine Reihe weiterer Steigbügel, darunter den Bügel mit Quersteg, den Drehbügel und französische Modelle. Französische Steigbügel sind für ihre schwerere Bauart bekannt, die mehr Komfort im Sattel bietet, während ungarische Bügel leichter sind, bessere Kontrolle erlauben und ein schnelleres Reiten ermöglichen.
Jeder auf dem Tuch dargestellte Steigbügel verbindet Form und Funktion und veranschaulicht die Vielfalt der Bauarten und Verwendungen dieser unverzichtbaren Reitgeräte im Lauf der Geschichte.