Hermès-Tuch Harnais de Cour

Entworfen von Philippe Ledoux · Erstausgabe 1977

Scarves 90 · 3 Farbvarianten

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Zwei Pferde sind davongetrabt und haben ihr Geschirr zurückgelassen … Hervorragende Kunsthandwerker setzten ihr ganzes Können ein, um diese zeremoniellen Geschirre herzustellen, die in Frankreich bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts regelmäßig verwendet wurden und danach den Souveränen und Galaveranstaltungen vorbehalten waren. In der Zeit, als Französisch in vielen europäischen Ländern die Sprache des Hofes war, bezeichnete man Hofgeschirre als „à la française“. Wie hätte es anders sein können? Mit Seide eingeflochtene oder mit Samtbändern, Quasten und einer als Palatine bezeichneten Stickerei besetzte Mähnen, Rosetten aus Metall oder Posament, glänzende Scheuklappen, von Sattlermeistern von Hand genähtes Leder … Man kann sich leicht vorstellen, wie prächtig sie in ihrem Zaumzeug aussahen, geführt von Männern, die über ihren Gang und ihre Passagiere wachten – Stallknechte, Postillone und andere Helfer. Mit Tuch, Metall und Leder geschmückt, hallte jeder Schritt wider vom lebhaften Klappern der Hufeisen auf dem Boden und vom Klingeln der mit dem Familienwappen gravierten Schnallen. Zu zweit, zu sechst oder zu acht wurde bei jedem dieser Ausfahrten dem Erscheinungsbild der Pferde größte Aufmerksamkeit gewidmet!